Ein ganz und gar nicht normales Wochenende

Er freute sich, in 2 tagen hatte er geburtstag und heute sollte er besuch bekommen.
Sie war eine ganz süße, klein aber tolle kurven. Ihre stimme klang äußerst sympathisch
Und sie schien nicht so oberflächlich wie die meisten anderen im web.
Er saß in seinem büro und starrte dauernd auf die uhr. Gleich 14.oo uhr, er mußte los
Zum bahnhof..

Sie saß im zug, schon seit 10.oo , hatte fast ein ganzes päckchen luckys geraucht,
ihre hände waren kalt, sie war nervös. Schaute auf ihre uhr, fast 14.oo uhr, sie steckte sich noch eine lucky an, die letzte qualmte noch in dem inzwischen übervollen aschenbecher.
Sie kannte ihn nur von fotos und seine stimme. Er hatte eine angenehme stimme und schien sich auch für ihr prob zu interessieren. Sie mochte ihn, er brachte sie zum lachen.
Er war kein mister germany, aber das zählte für sie nicht.
Sie stand auf, ging auf s wc & schaute in den spiegel.
Sie sah ein hübsches gesicht, strubbelige haare ihre augen blickten irgendwie etwas traurig
Schienen die letzten monate wiederzuspiegeln. Sie versuchte zu lächeln, doch daraus wurde eine verzerrte fratze die sie höhnisch anzugrinsen schien.
Sie verließ flucchtartig die kleine viel zu enge kammer und begab sich zum ausgang wo sich inzwischen schon einige reisende versammelt hatten
Klopfenden herzens machte sie sich bereit auszusteigen.....

Der zug hatte angehalten, sie stand nun am bahnsteig einer ihr völlig fremden stadt
Und beobachtete die menschen die sich in die arme fielen
Es wurde immer leerer bis sie zum schluß ganz allein da stand
In ihrem kopf arbeitete es fieberhaft, hatte er sie vergessen oder wartete er am ausgang?
Aber auch am ausgang war er nicht, sie schaute durch die menge, verglich gesichter mit dem foto, nichts.
Sie wurde unsicher, war alles nur ein joke? Sie vernahm ein leises klingeln, ihr handy - sie
Atmete auf.......

Er war losgefahren, mitten in einen stau. Er fluchte, schaute auf die uhr-
Viertel nach ,er mußte ihr bescheid sagen. Hoffentlich hatte sie ihr handy an.
Sie nahm ab, sein herz klopfte, sie hatte eine so sanfte warme stimme...
Er erklärte ihr wo er war und das er gleich da sei.
Sie klang erleichtert und er spürte ihre nervosität.
Kein parkplatz ! er fluchte wieder und quetschte sich in eine freie parklücke.
Da sah er sie, sie lehnte an einem pfosten, rauchte und musterte die vorbeistürmenden
Leute. Er stieg aus und ging auf sie zu......

Sie schaute auf die uhr,schon eine weile her seit seinem anruf, sie blickte nach links
Und sah einen mittelgroßen, blonden( mit ziemlich altmodischer frisur, schoß ihr durch den kopf) typen mit grellem blauen adidas shirt, jeans und lackschuhen, lächelnd auf sie zukommen.ihr fielen sofort seine stechend hellblauen augen auf & sein shirt, das er über den bund seiner jeans hängen ließ um seine etwas vollschlanke figur zu kaschieren.
Er nahm sie in die arme und küßte sie auf die wange.
Dann stiegen sie in seinen wagen, BMW mit ledervollausstattung , wie sie beeindruckt bemerkte, sogar klimaanlage.
Irgendwie schien das auto aber gar nicht zu seinem typ zu passen, das verwirrte sie ein wenig.
Zuerst fuhren sie in einen großmarkt, und ihr fiel auf das er wahllos waren kaufte ohne auf den preis zu achten - ihr, die immer mit dem geld kämpfen mußte, immer preise verglich,
das billigste vom billigen nehmen mußte.
Nach dem großeinkauf fuhren sie in sein büro. Dort standen 3 pc , die nicht gerade billig aussahen.sie hatte ein etwa mulmiges gefühl, hatte seine blicke bemerkt die er ihr verstohlen zuwarf & fing an zu ahnen was er vor hatte als er die tür abschloß.
Aber sie war auch neugierig und wehrte sich nicht als er anfing sie zu küssen.
Er küßte sanft, zärtlich, streichelte dabei ihren körper und es gefiel ihr, fühlte sich irgendwie sicher, geborgen.
Das telefon läutete und unterbrach die zärtlichkeiten.

Es war schon später nachmittag als sie zu ihm nach hause fuhren. Die wohnung war groß und leer, wenig möbel und diese sahen teuer und modern aus. hohe decken und breite doppeltüren
Ein richtiger altbau.
Sie hatten sex, er ging sofort zur sache obwohl er ihre unsicherheit spürte als er sie auszog.
Es war noch hell und nirgends vorhänge oder rolläden die man zuziehen konnte.

Sie merkte sofort das er sie wollte. Sie waren kaum die haustür drinn als er anfing sie auszuziehen. Sie schämte sich,es war zu hell und es ging ihr zu schnell.
Aber sie fügte sich und er kam relativ schnell. Er war kein sonderlich guter liebhaber
Ziemlich ausgehungert. Es dauerte keine 15 min, dann war es vorbei.
Sie ging unter die dusche und er vor seinen pc. Sie war enttäuscht, erkannte ihn nicht wieder.
Sie machte sich vorwürfe, fühlte sich schmutzig.
An diesem abend unterhielten sie sich noch ein wenig und gingen dann schlafen.

Den nächsten tag verbrachte er vorwiegend vor seinem pc, was sie ziemlich verwirrte und
Verletzt. Er schien keinerlei interesse mehr für sie zu haben , es sei denn er bekam lust auf sie.sie beschloß traurig den nächsten zug nach hause zu nehmen. Als sie ihn darauf ansprach
Reagierte er für sie überraschend.er entschuldigte sich für sein benehmen, meinte er wäre gesellschaft nicht mehr gewöhnt und versprach, etwas mit ihr zu unternehmen.
Sie schaute in seine hellen augen, die jetzt irgendwie dunkler zu sein schienen,
diese hellen augen mit den tiefen dunklen ringen, die bestätigten wie viel er arbeitete und wie
wenig er schlief & sie glaubte ihm.

Sie zogen sich an und gingen nach draußen. Es war ein heißer tag und er erklärte er müsse noch schnell etwas erledigen.er hatte einen flotten schritt mit dem sie probleme hatte schrittzuhalten.von der fußgängerzone sah sie nicht viel, mußte sich beeilen mit ihm mitzukommen.sie erreichten das kopiergeschäft wo sie die nächsten anderthalb std verbringen sollten.
Wieder zuhause erklärte er, er hätte kopfschmerzen und es wäre zu heiß draußen. Als wiedergutmachung bot er ihr an coktails zu mixen.sie war wieder enttäuscht & etwas verärgert aber stimmte zu. Er schaltete den video an und sie schauten star wars, leben des brian und schließlich viva. Sie tranken coktails und hatten sex, es wurde mitternacht und sein geburtstag.intzwischen hatten sie einiges an coktails durch und waren bei der zweiten flasche tequila angelangt.sie wurde immer lockerer und es machte ihr nichts aus sich vor ihm auszuziehen und nackt neben ihm zu sitzen.doch sie wurde auch ruhiger, nachdenklicher.
Als sie ins bad mußte, dachte er sich nichts dabei.nach 20min war sie jedoch immer noch nicht zurück und er wurde mißtrauisch.er ging zum bad, öffnete die tür und wich vor schrecken und entsetzen zurück -
Da war sie , sie saß nackt an der heizung, überall blut, sie weinte und hielt eine seiner rasierklingen in der hand.................


Als sie so dasaßen und tranken, merkte sie wie die alte traurigkeit wieder in ihr hochkam,
sie trank daraufhin noch mehr, versuchte dagegen anzukämpfen.
Als sie ins bad ging & die rasierklingen sah, die er unvorsichtigerweise liegen gelassen hatte
( er konnte es ja nicht ahnen, woher auch), merkte sie wie sie die kontrolle verlor.
Sie hörte die stimme ihrer mutter in ihrem kopf dröhnen:"du hure, du stück dreck, was hast du getan"
Sie dachte an ihre bekannten, die sie mochten und keine ahnung hatten wo sie gerade war
& gab auf, fiel in ein tiefes schwarzes loch.................

sie hörte stimmengemurmel und öffnete die augen, da waren zwei fremde männer
mit weißen anzügen die versuchten sie anzusprechen.
Sie hörte noch :" wo sind ihre kleider? Wir müssen sie erstmal anziehen"
Dann schloß sie wieder die augen. Ein kräftiger schlag auf ihre wange zwang sie die augen wieder zu öffnen & sie schaute direkt in die augen des einen sanitäters der irgendwas zu ihr sagte was sie nicht verstand.
Sie versuchte zu lächeln, stattdessen brach sie lachend in tränen aus.sie bekam noch mit wie sie losfuhren, dann war wiedr alles pechschwarze nacht.
Sie wußte nicht wie lang sie bewußtlos gewesen war, als sie wieder einigermaßen nüchtern zu sich kam, war sie genäht und verbunden. Er war auch da, hatte zigaretten für sie besorgt.

Nachdem sie der ärztin versprochen hatte , sich in behandlung zu geben ,
durften sie gehen.im bus nach hause sprachen sie kaum ein wort.
Zwei mädels schräg gegenüber tauschten heiße blicke mit ihm und er versuchte sich in der kunst des flirtens selbst zu übertreffen. Sie bekam kaum was mit, es war inzwischen hell geworden und ihr wurde langsam klar was sie getan hatte.
Sie fühlte sich so allein wie lange nicht mehr.
Bei ihm angekommen fiel sie in sein bett, hoffte sie könnte mit ihm darüber reden, wollte in den arm genommen werden.
Sie war starr vor schreck und entsetzen als er sie stattdessen ohne ein wort auszog und sie fickte. sie lag da, steif wie ein brett, tränen liefen über ihr gesicht , er stöhnte und keuchte ,
nahm sie hart und unbarmherzig. Sie fing an sich zu wehren , heulte, bettelte, bis er von ihr abließ und einschlief.
Ihre augen waren weit aufgerissen, ihr herz raste und schmerzte
Voller ekel lag sie neben ihm, unfähig einen klaren gedanken zu fassen geschweige denn zu schlafen.sie schaute sich um - es sah schlimm aus - überall blut.
Sie stand auf, duschte erst heiß , dann eiskalt, zog sich an und versuchte so gut es ihre zitternden hände und weichen knie zuließen etwas sauber zu machen.
Ihr war speiübel und manchmal fing das zimmer an, sich um sie zu drehen.

Es wurde mittag und sie mußte langsam zum bahnhof.
Er schlief immer noch tief und fest. Sie machte cappuchino und weckte ihn.er klagte über übelkeit und kopfschmerzen und war froh als sie ihm die tasse mit heißem cappuchino hin stellte.sie sagte ihm das sie ein wenig sauber gemacht hatte und nun zum bahnhof müsse.
Über den nächtlichen vorfall fiel kein wort.
Er erklärte ihr den weg zum bus und wo sie aussteigen mußte.
Dann ging sie.innerlich zerrißen vor enttäuschung und voller hass auf sich selbst.

Die folgenden tage waren sehr verwirrend für sie.sie bekam einen brief von ihm,
worin er schrieb, was sie für eine sauerei bei ihm hinterlassen hätte.
Sie wartete ob nicht doch mal die frage käme wie es ihr denn ginge, aber nichts...

Also setzte sie sich hin und schrieb ihm zurück , worin sie ihre traurigkeit betonte,
sich entschuldigte, aber auch das sie ihn nicht verstünde.
Daraufhin brach der kontakt abrupt ab, er wollte nichts mehr von ihr wissen
Konnte oder wollte anscheinend nicht damit umgehen, ging den bequemeren weg
Lernte lieber eine unkompliziertere frau kennen.

Ihr fiel es sehr schwer das einfach hinzunehmen, ohne ein klärendes gespräch.
Seltsamerweise mochte sie ihn immer noch - wenn inzwischen auch ein anderes
Gefühl dazukam :Mitleid
Mitleid für einen menschen, der zuviel alleine ist und sich ins web flüchtet auf der suche nach der richtigen.
Sie hatte auch etwas begriffen:
Es war ein fluch, eine sucht, es zerstört freundschaften, dort ist nichts so wie es scheint
Und sie hatte daraus gelernt, wenn auch schmerzhaft.
Sie hat ihm inzwischen verziehen & hofft für jede frau, die ihn kennenlernt das er sie anders behandelt, hofft das er auch aus diesem wochenende gelernt hat
Sie versucht zu vergessen , doch es scheint sich in ihr hirn eingebrannt zu haben wie eine seuche, sie braucht zeit -
viel zeit ,
um wieder vertrauen fassen zu können.................

©`99 silvie