Depression

Menschen mit einer neurotischen oder psychotischen Depression
loesen in uns zumindest zunaechst deutliche Impulse des Helfen wollens aus
Bei Menschen mit einer depressiven Stimmungslage im Rahmen einer Borderline -
Stoerung stellt sich dies oft ganz anders dar.
Schuldzuweisungen gegen sich selbst und Selbstvorwuerfe der Patienten koennen fehlen;
zu spueren ist dann nur eine grosse depressive Leere oder auch unglaubliche Wut gegen sich selbst
die sich massiv aeussernund bis hin zur massiven Selbstverstuemmelung gehen kann.
Die Arme vieler Borderline Patienten legen durch ihre multiplen narben nach Schnittverletzungen beredtes Zeugnis davon ab.
und sind fast schon als diagnostischer Hinweis auf das Vorliegen einer Borderline Stoerung zu werten.
( Borderline Arme )
Die Differenzierung zwischen einer Depression im engen Sinne und innere Leere ist oft nicht moeglich
Davon zu trennen ist jedoch eine Traurigkeit aufgrund z.B. frueherer und in der Therapie aufgewuehlten Erfahrung.
Traurigkeit oder Trauer ist generell - also auch in diesem Fall - ein reifer Weg zur Bearbeitung.
der in Therapien gefoerdert werden sollte, aber fuer den Patienten und das Team ebenso schwer auszuhalten wie zu kontrollieren
sein kann.Unter Umstaenden kann Trauer zu einer akuten Suizidalitaet fuehren.
Aber: Nur aus der durchlebten Trauer erwaechst Neues.

Patienten mit Depressionen im Rahmen einer Neurose oder Psychoseloesen nicht nur
eine Welle des Mitleids und der Hilfsbereitschaft aus, sondern fordern diese - teilweise exzessiv- geradezu heraus.
Sie koennen dieses nicht und jenes auch nicht
und lassen sich bereitwillig alles abnehmen, weil sie sich hierfuer nicht in der Lage fuehlen.
Anders stellt es sich bei den depressiven Borderline Patienten dar, die zwar Hilfe einfordern,
diese dann aber doch nicht annehmen koennen, sie deshalb entwerten und so von sich weisen:
ein Verhalten, das dann prompt und alsoweit frueher als bei neurotisch/psychotisch Depressiven
zu einem Nachlassen der Hilfsbereitschaftfuehrt.
Dies bestaetigt dann die Meinung des Betroffenen, dass ihm niemand helfen wolle
und er sowiso immer im stich gelassen werde.

 

 

 

 

 



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